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Straubing: Die ehemalige Jesuitenkirche

Bücher aus Bayern   Autor: Huber Alfons, Hermann Reidel, Roman von Götz
Verlag: Schnell & Steiner
ISBN: 3795461162 ()
Erscheinung: 2002
Seiten: 24

Im Jahre 1631 ließen sich die Jesuiten in Straubing nieder. Die Stadt überließ ihnen „die capellen unserer lieben frauen bei dem oberen thor" mit den dazugehörigen Einkünften als Kollegiumskirche. Diese Frauenkapelle ist 1368 erstmals urkundlich erwähnt. Sie war zweischiffig mit fünf Jochen und schloß im Chor mit fünf Seiten des Zehnecks. 1674 baute der Orden an der Nordseite eine Kapelle zu Ehren seines großen heiligen Ordensmissionars Franz Xaver an. Im Zuge der Umgestaltung der Kirche im barocken Zeit- und Ordensgeschmack - „mit Musikchor und Orgel und hellen Fenstern" - wurden 1683 die Mittelpfeiler entfernt. Als Gegenstück zur erwähnten Xaveriuskapelle errichtete man auf der Südseite eine zweite Kapelle. An die Langseiten des Kirchenschiffs wurden beiderseits zweigeschossige Anbauten angefügt, die oben Oratorien, unten Nebenräume enthalten. Für die Stuckierung wurden Italiener zugezogen. 1719 ließ die Bürgerkongregation, die der Orden 1640 an der Kirche gegründet hatte, „einen fast neuen Altar von seltener Schönheit mit einem Aufwand von 700 Gulden" errichten. Im gleichen Jahr kam ein „über und über glänzender Tabernakel mit versilbertem Beiwerk auf dem Altar der seligsten Jungfrau von Foya dazu". Auch der Xaveriusaltar wurde erneuert. Für die Inneneinrichtung lieferte ein Ordensangehöriger, Frater Johann Hörmann (1651-1699), verschiedene Entwürfe. Bei der Aufhebung des Jesuitenordens 1773 bestimmte man das Vermögen für den Unterhalt der Schulen, die Kirche wurde Nebenkirche der Pfarrei St. Jakob. Seit der Gründung (1640) bis zum heutigen Tage ist die Jesuitenkirche Sitz der Marianischen Männerkongregation geblieben. Mit der Errichtung des königlichen Schullehrerseminars im Jahre 1824 diente sie bis zum Jahre 1969 als Schul- und Internatskirche des Lehrerseminars und seiner Nachfolgeschule. Die Bombenschäden zum Kriegsende konnten bisher noch nicht ganz behoben werden.

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in Zusammenarbeit mit Gerhard Willhalm (stadtgeschichte-muenchen.de)


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