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München. Bier. Oktoberfest

Acht Jahrhunderte Bier- und Stadtgeschichte


Bücher aus Bayern   Autor: Glöckle Hanns
Verlag: Bayerland
ISBN: 3922394574 ()
Erscheinung: 1960
Seiten: 160

Als wenn auch nur zu einem bescheidenen Teil - Mitgestalter der heimischen Bier- und Brauszene seit 1945 und aus meiner Kenntnis der uralten und bis heute fortdauernden engen Verflechtung von Bier- und Stadtgeschichte in München darf ich dem Autor zu seinem Werk gratulieren. Er füllt eine von mir seit langem als bedauerlich empfundene Lücke zwischen den Büchern jener Autoren, die das Thema »München und Bier«-aus rein wissenschaftlicher oder technisch orientierter Sicht angingen, um es für einen kleinen Kreis von interessierten Fachleuten aufzubereiten, und jener anderen, die es, ohne sich viel mit der historischen Wahrheit herumzuschlagen, in gefällige Geschichtchen verpackten, die nur zu oft von Falschinformationen geradezu wimmelten, wobei ein paar Ausnahmen bloß die Regel bestätigen.

Bei Glöckle stimmen die von ihm aufgewiesenen großen Zusammenhänge um die »Bierfrage in München« ebenso, wie die geschilderten Details. Immer wieder läßt er Zeugen der jeweiligen Ereignisse zu Wort kommen, deren Berichte und Kritiken, Pamphlete und Klagen über die Zeitläufe und vielerlei denkwürdige Begebenheiten um den Gerstensaft zwischen Isar und Theresienwiese mit den Münchner Bräu in der Vergangenheit weiß Gott oft, und häufig zu Recht, hart ins Gericht gingen.

Nicht minder aber stimmt, wenn er an einer Stelle schreibt: »Man kann es gar nicht nachdrücklich genug betonen: BIER war immer, BIER blieb zu allen Zeiten, BIER ist noch immer und wahrscheinlich bis in jede überschaubare Zukunft das Politikum Nummer eins. In München!«

Von meiner Warte und aus meinem Wissen ums Brauwesen und ums Biergeschehen in dieser Stadt, in der ich das Glück hatte, ein volles Berufsleben lang in - fast hätte ich gesagt - in beseelter Biernähe - zu wirken, kann ich diesen Satz des Verfassers nur voll und ganz bestätigen. Und noch etwas erscheint mir
an dieser Stelle hervorhebenswert: Glöckles Buch spiegelt durch acht Jahrhunderte schlechthin bayrische Wesensund Lebensart rund um die Dreiheit »München - Bier - Oktoberfest«.

Es ist ein Buch für viele Gelegenheiten, ein immer aktuelles Geschenk, das auch bei Nicht- und Kaumbiertrinkern Resonanz finden wird. Den zahllosen besonderen Verehrern unseres beliebten und weltberühmten Volksgetränks kann man den exzellenten Band auch als hochinformatives Nachschlagewerk empfehlen, zumal der äußerst kenntnisreiche Autor seit Jahrzehnten auch beruflich in naher Beziehung zum Braugewerbe und zur Gastronomie steht. Für Brauereien wiederum erweist sich »München - Bier - Oktoberfest« als ein ideales Kunden- und Kontaktpräsent, für Hoteliers und Gastronomen als eine nicht alltägliche Aufmerksamkeit gerngesehenen Gästen gegenüber und für Freunde und Besucher der bayerischen Landeshauptstadt und des Oktoberfestes als ein sinnvolles, ästhetisch überaus ansprechendes unterhaltsames und inhaltsreiches Mitbringsel.

Last not least könnte es für die Stadt selbst so etwas wie eine außergewöhnliche Visitenkarte darstellen.

Ein Mitleser des Buchmanuskripts bemerkte treffend, ähnlich wie das vor zwei Jahren vom gleichen Autor erschienene Werk »Das waren Zeiten - München im Spiegel der Bildreportagen von einst: 1848 - 1900« sei auch das neue Glöckle-Buch - wieder im Präsentformat - bestens geeignet als Geschenk, Menschen die man mag, eine Freude zu bereiten.

Ferdinand Erling

Leiter des Deutschen Brauereimuseums in München, und vormals Geschäftsführer im Bayerischen Brauerbund

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