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Reportage: “Tegernsee als literarischer Thinktank des Spätmittelalters”


Reportage: “Tegernsee als literarischer Thinktank des Spätmittelalters”

Hörbahn

Von Prof. Dr. Klaus Wolf im Rahmen der Sonderausstellung im Rahmen des TeLiTo-Projektes

Vortrag zur Eröffnung der Sonderausstellung im Rahmen des TeLiTo-Projektes am 21. August 2020. Dauer der Ausstellung bis 8. November 2020.

Wir berichten von der Eröffnung.

Endlich ist es soweit und wir können Sie/Euch zur Sonderausstellung ins Museum Tegernseer Tal einladen! Tegernseer Literatur Touren? heißt das Projekt, das im Museum gemeinsam mit dem Literaturschloss Edelstetten nun bereits seit einiger Zeit bearbeitet wird. Wie berichtet, wurde mit Mitteln des Bundes, welche das Projekt finanzieren, die Beleuchtung des Museums modernisiert, sodass das Heimatmuseum nun einen weiteren Schritt zur Visualisierung seiner kulturhistorischen Sammlung machen konnte. Der Tegernsee als Hotspot der Literaturgeschichte zieht sich über viele Jahrhunderte. Vom bedeutenden Schaffen der Tegernseer Mönche bis zu den Heimatkrimis der Gegenwart verbindet er vielerlei Genres. Im Kloster Tegernsee entstanden neben den mannigfaltigen geistlichen Werken gebildeter Theologen profane Texte, die die deutschsprachige Literatur entscheidend geprägt haben. Mit den Landesbeschreibungen des 19. Jahrhunderts und dem ersten Fremdenführer, Joseph von Hefners Beschreibung Tegernsees und seiner Umgegend von 1838, änderte sich das Augenmerk auf Landschaft und Kultur. Dem allgemeinen Zustrom an hochgestellten Persönlichkeiten folgend, entdeckten zunehmend auch Künstler und Literaten die Schönheit des Tegernseer Tales und seine schaffenskräftige Inspiration.

Große Namen der deutschen Literaturgeschichte sind darunter, 2020/21 gedenkt man besonders der Todestage von Ludwig Ganghofer und Ludwig Thoma. In den Reihen finden sich ebenso Franz von Kobell, Karl Stieler, Max Mohr und teils schon weniger bekannte Namen wie Wilhelm Diess, Georg Stöger-Ostin und anderen. Thematisiert wird zudem das Schaffen schreibender Frauen, wie Hedwig Courths-Mahler, ihrer Tochter Friede Birkner, Grete Weil und Carry Brachvogel. Mancher literarische Text ist einfach nur in der Sommerfrische hier entstanden. Andere wiederum greifen die Gegebenheiten der Region als zentrales Element ihrer Handlung auf. Ein weiter Bogen durch die Jahrhunderte spannt sich über die detailreiche Sonderausstellung im Museum Tegernseer Tal, die ab 22. August geöffnet ist.

Ausstellungsöffnung: 22. August  – 8. November 2020, jeweils Freitag und Samstag von 10-13 Uhr und Sonntag von 13-16 Uhr

Begleitend zur Sonderausstellung sind im Herbst Vorträge zu diesen Themen geplant.