Auf dem Weg in bessere Zeiten - Mück Wolfgang
 

Publikationen

Auf dem Weg in bessere Zeiten

Neustadt an der Aisch zwischen Kriegsende und Wirtschaftswunder

Autor Mück Wolfgang
Verlag Verlag Ph.C.W. Schmidt
Reihe Miszellen zur Geschichte der Stadt Neustadt an der Aisch (Nr. 3)
Seiten 682
Gattung Historisches Sachbuch
Themenbereich Historisches
Epoche Ab 1945
Personen Mück Wolfgang
Ort Neustadt an der Aisch
Regierungsbezirk Mittelfranken
Suchbegriff Neustadt an der Aisch, Wolfgang Mück, Nachkriegszeit, Kriegsende, Wirtschaftswunder, 1945, Mittelfranken
Buchart Paperback/Broschur
ISBN | EAN 3877071708 | 9783877071700
ErschienenDezember 2019 (Neustadt an der Aisch)

29,00 € Bestellen im Buchhandel

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Es ist ein Glück für eine Stadt, einen Historiker und Autor zu haben, der es wie wenige andere versteht, Zeitgeschichte aufzuarbeiten und darzustellen. Neustadt an der Aisch hat dieses Glück: Wolfgang Mück, der auch ­Bürgermeister war, bewies das bereits vor einigen Jahren in dem Band „NS-Hochburg in ­Mittelfranken – das völkische Erwachen in Neustadt an der Aisch 1922 bis 1933“. Nun beleuchtet er eine spätere Zeitspanne nämlich die zwischen dem Ende des Zweiten Weltkriegs und dem beginnenden Wirtschaftswunder, also die Nachkriegsjahre: „Auf dem Weg in bessere Zeiten“. Auch in diesem Werk lässt er nichts aus. Für ihn ist es ein steiniger Weg, den die Menschen in der mittelfränkischen Kleinstadt in dieser Epoche ­gingen. Der Autor schildert den Zwiespalt zwischen einer nie wirklich bewältigten ­braunen Vergangenheit und dem Blick nach vorne in eine moderne Zeit, ­zwischen sich neu ergebenden Problemen und nie zuvor dagewesenen Chancen. Autor Mück tut dies, wie es seine Art ist, akribisch, kritisch, dann aber auch wieder wohlwollend, alles basierend auf zuverlässigen Informationen, auf tief greifenden Grundlagen. So liegt nun ein zeitgeschichtliches Werk vor, das mehr ist als ein gewöhnlicher historischer Rückblick: Das Buch bietet eine detaillierte, authentische Darstellung von der Entwicklung, vom Leben, vom Kämpfen, vom Verlieren und Gewinnen in einer deutschen Stadt, die sich ­jahrelang äußerst schwer tat, ihrer ausgeprägten nationalsozialistischen ­Vergangenheit nachhaltig zu entrinnen. Dass dieser Stadt dann schließlich aber doch der Aufbruch in eine neue Zeit ­gelingt, rundet die historische Darstellung positiv ab: Eine neu ­heranwachsende Generation brachte mit Zuversicht und Optimismus die dunklen Schatten der Vergangenheit zum Verblassen. Und ja, es gilt heute mehr denn je für das damals formulierte Ziel einer ­friedlichen und demokratischen Zukunft in einem geeinten Europa zu kämpfen.

  1. Einleitung
  2. Unter Militärregierung - „Den schweren Stunden mit Standhaftigkeit begegnen“
    1. Auswirkungen des Luftkrieges
    2. Leben in Luftschutzkellern
    3. Die letzten Tage vor dem Einmarsch der Amerikaner
    4. Bürgermeister Bankei
    5. Letzte Instruktionen und Einnahme der Stadt
    6. Einrichtung einer Militärregierung
    7. Einsetzung von deutschen Amtsträgern
    8. Ausgangssperre und weitere Einschränkungen
    9. Sanktionen bei Übertretungen
    10. Ein Tagesablauf bei der 603rd Tactical Control Squadron
    11. Leben der Besiegten
    12. Weitere Maßnahmen der Militärregierung
    13. Sorge um das tägliche Brot und alltägliche Probleme
    14. wischen Konflikt und Kollaboration
  3. Lageraufenthalte, Vermisste, Heimkehrer - „Der Ueberblick über das Los unserer Kriegsgefangenen entrollt ein Bild entsetzlichen Jammers“
    1. Kriegsgefangenenlager der alliierten Streitkräfte
    2. Internierungslager
    3. Verschollen - vermisst: die Ungewissheit der Angehörigen.
    4. Kriegsheimkehrer
  4. Juristische Aufarbeitung - „Es weiß eben niemand mehr etwas, und die Verantwortlichen... sind alle gefallen oder verstorben“
    1. Strafgerichtliche Aufarbeitung des Nationalsozialismus
    2. 4Nürnberger Prozesse
    3. Gerichtliche Aufarbeitung der in Neustadt begangenen Straftaten
    4. Ahndung von Übergriffen gegenüber Zwangsarbeitern
    5. Spruchkammerverfahren
    6. Die Spruchkammer Neustadt a. d. Aisch
    7. Lagerspruchkammern
    8. Überörtliche Spruchkammerurteile erheblich Belasteter
    9. Ende der Verfahren und Auseinandersetzung mit der Entnazifizierung.
  5. Auseinandersetzung mit der Zeit des Dritten Reiches - „Sorgt dafür, daß wir nicht umsonst fielen, daß unser Tod als Opfertod für den Frieden gilt“
    1. Gedenken an die jüdischen Mitbürger
    2. Aberkennung der Ehrenbürgerschaft von Adolf Hitler und Julius Streicher
    3. 5Stellungnahmen verantwortlicher Politiker.
    4. Rückschau der „Fränkischen Landeszeitung“
    5. Aufarbeitung durch die Kirchen
    6. Veränderte Wahrnehmung der Aktivisten
    7. Glorifizierte Erinnerung.
    8. Diskussion um eine Schuldhaft der Deutschen
    9. 5Wiedergutmachung der nazistischen Hinterlassenschaft
    10. Gedenken an die Kriegsopfer
  6. Zustrom von Evakuierten, Flüchtlingen und Heimatvertriebenen - „Trotz aller Hilferufe nimmt kein anderes Land die neuen Flüchtlinge auf“
    1. Vertreibung deutschsprachiger Bewohner aus den Staaten in Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa
    2. Grundlage der Vertreibungen
    3. Verteilung und Unterbringung der Heimatvertriebenen.
    4. Willkommenskultur
    5. Konfessionelle Differenzen und Flüchtlingsseelsorge 
    6. Brauchtumspflege als Selbstvergewissserung und Integrationsmaßnahme
    7. Die seelische Not der Heimatvertriebenen
    8. Wachsende Spannungen, aufsteigendes Selbstvertrauen und politische Betätigung
    9. Gründung von Vertriebenengemeinschaften und Landsmannschaften
    10. Integration der Heimatvertriebenen in die heimische Gesellschaft
  7. Der demokratische Neuanfang - „Unser Volk muss auf diesem Instrument spielen lernen“
    1. Einsetzung von Bürgermeistern und Landrat.
    2. Vorbehalte gegenüber der Politik
    3. Übergang der Zivilregierung auf deutsche Behörden
    4. Übung in Demokratie: die Bürgerversammlungen
    5. Die Neu- und Wiedergründung von Parteien
    6. Die ersten Wahlen nach dem Krieg
    7. Berliner Luftbrücke
    8. Der Auftrag der Medien
    9. 7Bildung
    10. Kulturelles, gesellschaftliches und soziales Leben
    11. Neu und Wiedergründungen weiterer Vereinigungen
    12. Feiern, Feste, Sensationen.
  8. Der Wiederaufbau des zerstörten Landes - „Trotz alledem - wir schaffen es! “
    1. Das Gebot der Stunde: emsige Betriebsamkeit
    2. Beseitigung von Bunkern und Verteidigungsanlagen.
    3. 6.3 
    4. Wohnbauprojekte des Evangelischen Siedlungswerkes
    5. Heimkehrersiedlungswerk „Glaube und Tat“
    6. Bayerische Landessiedlung für Aussiedler
    7. Der Weg zum Eigenheim
    8. Der Wiederaufbau des 1947 abgebrannten Rathauses
    9. Ortsbildpflege
  9. Von der Treuhandverwaltung zur freien Marktwirtschaft - „In Stadt und Landkreis die Wirtschaft am Werk und das Volk am Schaffen“
    1. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
    2. Firmen unter Treuhandbewirtschaftung
    3. Die wirtschaftliche Entwicklung einzelner Branchen
    4. Währungsreform
    5. Betriebsansiedlungen der Flüchtlingsindustrien
    6. Ansiedlungen der Graslitzer Industrien im Landkreis
    7. Betriebsverlegungen
    8. Weitere Entwicklung der Neubürgerindustrien
    9. Verpasste Chancen?
    10. Firmen von dauerhaftem Bestand
  10. Auf dem Weg in die Wirtschaftswunderzeit - „Wir müssen den Schritt vom deutschen zum europäischen Menschen machen“
    1. Verbesserte Lebensverhältnisse
    2. Bauliche Entwicklung der Stadt
    3. Aufbruch in neue Welten
  11. Anhang
    1. Literatur
    2. 1Quellen
    3. Bildnachweis
    4. Abkürzungen
    5. 1Personenregister
    6. Ortsregister

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