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Gertrud Müller

Brückenbauerin zwischen Bayern und Polen - Biografie

Das Buch beleuchtet die Rolle von Frauen bei Flucht, Vertreibung und Neubeginn in Bayern anhand der Lebensgeschichte von Gertrud Müller (geboren 1936 in Gleiwitz/Oberschlesien). 1945 floh sie als Kind mit ihrer Familie nach Bayern, wo ihre Jugend geprägt war von Verlust und Verantwortung. Dann wird sie vom »Flüchtlingsmädchen« im Internat zur erfolgreichen Industriekauffrau und Direktionsassistentin bei der Modefirma März. Als Vorsitzende der Landsmannschaft der Oberschlesier engagierte sie sich für kulturelle Identität und wirkte nach 1990 als Brückenbauerin nach Polen.

Gertrud Müllers Biografie zeigt, wie vertriebene Frauen durch Bildung, Beruf und Engagement neue Rollenbilder prägten und zur gesellschaftlichen Entwicklung sowie zur Verständigung zwischen Bayern und Polen beitrugen.

Inhalt

Vorwort  9

I  Einleitung  11

II  Herkunft und Kindheit in Gleiwitz /Oberschlesien  23
1  Entwicklungslinien der Geschichte Oberschlesiens  23
2  Wichtige Wegmarken der Stadtgeschichte Gleiwitz  38
3  Einfluss der Gesellschaftsgeschichte auf die Lebensgeschichte: Historischer Kontext  40
4  Frühe Prägungslinien von Gertrud Müller, geborene Jonas  44

III  Flucht aus Gleiwitz und Ankunft in Bayern 52
1  Flucht von Julie Jonas und ihren vier Kindern vor der Roten Armee im Januar 1945  52
2  Ankunft in Niederbayern und Einquartierung auf einem Bauernhof in Gossersdorf  55
3  Familienzusammenführung mit Vater Bruno Jonas in Gossersdorf  60
4  Entbehrungsreiche Aufbaujahre in München  62
5  Zur Rolle der Mutter und Tochter bei der Flucht aus Oberschlesien und Ankunft in Bayern  66

IV  Neuanfang in München – Integrationsstrategie: Engagement in der Landsmannschaft  70
1  Historischer Kontext: Flüchtlings- und Vertriebenengesetzgebung in Bayern  70
2  Gertrud Müller und ihr Engagement in der Kreisgruppe München der Landsmannschaft der Oberschlesier  73
3  Von der rechten Hand des Vaters zur Leiterin der Jugendgruppe  81
4  Aufbau der Kreisgruppe München und Pflege des kulturellen Erbes Oberschlesiens: Bewahren der kulturellen Identität und Hilfe bei der Integration in Bayern  88

V  Berufstätigkeit und Familiengründung: Integrationsstrategie – Arbeit und wirtschaftliche Integration  98
1  Wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Bayern nach 1945  98
2  Zur Entwicklung der Berufstätigkeit von vertriebenen und einheimischen Frauen in Bayern  100
3  Gertrud Müllers Eintritt in die Firma März und ihr Aufstieg von der Sachbearbeiterin zur Direktionsassistentin  103
4  Hochzeit und Familiengründung  112
5  Gertrud Müllers Weg zu finanzieller Unabhängigkeit und einem neuen Rollenbild  117

VI  Gertrud Müller als Brückenbauerin zwischen Bayern und Oberschlesien/Polen  122
1  Neue politische Rahmenbedingungen durch das Ende des Ost-/West-Konflikts  122
2  Bayern und das Konzept der grenzüberschreitenden kulturellen Zusammenarbeit  125
3  Gertrud Müller als erste Vorsitzende der Kreisgruppe München der Landsmannschaft der Oberschlesier (1990–2008)  147
3.1  Aufbau persönlicher und kultureller Beziehungen  152
3.2  Humanitäre Unterstützung der Deutschen Freundschaftskreise  160
3.3  Unterstützung der Deutschen Freundschaftskreise beim Wiederaufbau ihrer Kultur, Sprache und Identität  163
3.4  Beispiele der grenzüberschreitenden kulturellen Zusammenarbeit zwischen der Kreisgruppe München und den Deutschen Freundschaftskreisen in Oberschlesien  165
3.4.1  Tag der Münchner Oberschlesier 1995  165
3.4.2  Förderung der Einrichtung des Eichendorff-Kultur- und Begegnungszentrums in Lubowitz  171
4  18 Jahre Vorsitzende der Kreisgruppe München: Eine Bilanz  175
5  Resümee – Gertrud Müller als Brückenbauerin und Wissensvermittlerin zwischen Bayern und Polen  186

VII  Ehrenvorsitzende und Würdigung der Verdienste Gertrud Müllers um das kulturelle Erbe Oberschlesiens in Bayern und Polen  193
1  Ehrenvorsitzende und prägende Stimme der Kreisgruppe München  193
2  Würdigung des Lebenswerks von Gertrud Müller zwischen Bayern und Polen sowie ihrer vielfältigen Ämter in Vertriebenenorganisationen  210
3  Resümee: Wirkmöglichkeiten und Handlungsspielräume von Gertrud Müller als Brückenbauerin zwischen Bayern und Polen  214

VIII  Das Erbe der oberschlesischen Kultur und Identität im Familiengedächtnis: in der zweiten, dritten und vierten Generation  219
1  In der Kernfamilie von Gertrud Müller mit Tochter Michaela und Enkel Niklas  219
2  In der erweiterten Familie: die dritte Generation mit Neffe Klaus Koch  238

IX  Schlussbetrachtung  250

Nachwort und Dank  256

Quellen- und Literaturverzeichnis  258
Archivalien  258
Gedruckte Quellen  258
Zeitzeugengespräche  258
Literatur  259
Abbildungsverzeichnis  272

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in Zusammenarbeit mit Gerhard Willhalm (stadtgeschichte-muenchen.de)


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