Irsee - Dischinger Gabriele, Vollmer Eva Christina
 

Publikationen

Irsee

Autor Dischinger GabrieleVollmer Eva Christina
Verlag Anton H. Konrad Verlag
Seiten 47
Ort Irsee
Regierungsbezirk Schwaben
Suchbegriff Kloster Irsee
Buchart Broschüre
Erschienen2003 (Weißenhorn)

Geschichte Keimzelle des späteren Reichsstiftes Irsee war eine Einsiedelei im Eiberger Wald. Die dort lebenden Eremiten erbauten 1182 eine Kapelle. Dieses aus traditioneller Überlieferung erschlossene Datum gilt als das Gründungsjahr des Klosters; eine Urkunde über diesen Vorgang gibt es nicht. Eifrige Förderung erfuhr die Eiberger Gemeinschaft durch Markgraf Heinrich von Ronsberg; er veranlaßte, daß das Benediktinerkloster in Isny sich der kleinen Niederlassung annahm, und schenkte den Brüdern die verlassene Stammburg »Ursin« des Hauses Ronsberg. Jene Burg, auf der Anhöhe, die heute die Irseer Friedhofkapelle St. Stephan krönt, gab der späteren Benediktinerabtei Irsee und dem nahegelegenen Marktflecken den Namen. Aufgrand der mangelhaften Wasserversorgung auf dem Berge beschlossen die Mönche 1187, sich im Tal anzusiedeln. So begann man an der Stelle, wo auch jetzt das Kloster steht, mit dem Bau einer neuen Kirche. Daneben wurden die Konventgebäude und eine Nikolauskapelle errichtet. Am 3.5.1195 weihte Bischof Udalschalk von Augsburg Kirche und Kapelle; letztere wurde bald eine begehrte Begräbnisstätte, in der die Wohltäter des Klosters ihre letzte Ruhe fanden. In den folgenden Jahrhunderten nahm das Benediktinerstift, dessen klösterliche Zucht allgemein als vorbildlich galt, eine wechselvolle Entwicklung. Zahlreiche Schenkungen mehrten den Grundbesitz des Klosters, das zum Mittelpunkt eines eigenen Herrschaftsgebietes heranwuchs. Jedoch: diese Zeiten der Prosperität wurden unterbrochen von Phasen wirtschaftlichen Niederganges, in denen z. T. aufgezwungene Äbte das Kloster an den Rand des Ruins trieben.

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