Kleider - Kultur - Ordnung - Burgemeister Melanie
 

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Kleider - Kultur - Ordnung

Kulturelle Ordnungssysteme in Kleiderordnungen aus Nürnberg, Regensburg und Landshut zwischen 1470/1485

Autor Burgemeister Melanie
Verlag Waxmann
Ort Nürnberg, Regensburg, Landshut
ISBN | EAN 3830939515 | 9783830939511
ErschienenJanuar 2019

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Kleidung ist ein zentrales Kommunikationsmedium. Sie vermittelt Informationen zu Geschlecht, Ansehen, Alter und Selbstbild des Bekleideten. Vom 12. bis ins 18. Jahrhundert wurde die ‚Kleidersprache‘ jedoch durch Kleiderordnungen begrenzt. GeSetzgeber regelten, was als angemessen für bestimmte Personengruppen galt. Damit fixierten sie zugleich geltende Wertvorstellungen und kulturelle Ordnungssysteme ihrer Zeit. Anhand einer exemplarischen mikroanalytischen Auswertung können diese Systeme wieder ‚lesbar‘ gemacht werden. In den Kleiderordnungen festgelegte Materialien, Kleidungsstücke, Schmuck und Personengruppen erlauben ein Verständnis des historischen Umgangs mit Kleidung und vermitteln einen Einblick in die spätmittelalterliche Kultur. Um ständische Distinktion und das Seelenheil der Bevölkerung bemüht, versuchten die Obrigkeiten, das Spannungsverhältnis zwischen rechtlicher Stabilität und modischem Wandel zu lösen.

  • Vorwort
  1. 1. Einführung
    1. Gegenstandsfeld
    2. Fragestellung und Aufbau der Arbeit
    3. Feldbegrenzung
    4. Forschungsstand
    5. Quellen und quellenkritische Einordnung
      1. Die Landshuter Kleiderordnung von 1470
      2. Die Nürnberger Kleiderordnung von 1447 und 1481
      3. Die Regensburger Kleiderordnung von 1485
    6. Methodenreflexion
      1. Historisch-archivalische Methode und rechtlicheVolkskunde
      2. Kleidungsforschung
      3. Vergleichende Methode
      4. Textbasierte Kleidungsforschung
    7. Begriffsklärung
      1. Kleidung
      2. Mode
      3. Stand, Hierarchieebene und Personengruppe
      4. Ständische Distinktion.
      5. Kulturelle Ordnungssysteme und Wertvorstellungen
  2. Fundierung
    1. Die untersuchten Städte.
      1. Entwicklung und Zustand am Ende des 15. Jahrhunderts
      2. Herrschaftsverhältnisse
      3. Bevölkerungsstrukturen
    2. Die Kleidergesetzgebung
      1. Entwicklung der Kleidergesetzgebung
      2. Die Umsetzbarkeit der Kleidergesetze
    3. Die Kleidung im Untersuchungszeitraum
      1. Die unterschiedlichen Kleidungsebenen als Basis der Auswertung
      2. Das Aussehen der Kleidung im Untersuchungszeitraum
    4. Längen, Gewichte und Münzen
    5. Grenzen und Freiräume der Regulierungen
  3. Detailanalyse der kulturellen Ordnungssysteme
    1. Die regulierten Personengruppen: Abgrenzungen innerhalb der Bevölkerung
      1. Personengruppen als Strukturelement der Kleiderordnungen
      2. Kleidung für bestimmte Altersgruppen
      3. Frauenrock und Männerhose: Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Geschlechtern
      4. Ergebnis der Auswertung der regulierten Personengruppen
    2. Fasern im Fokus: Materialien und ihre Bewertung
      1. Die regulierten Textilien
      2. Pelze in den Kleiderordnungen
      3. Materielle Wertvorstellungen: Ergebnisse aufMaterialebene
    3. Die Kleidungsstücke: Trägermedien des Luxus
      1. Die Begrenzung des Unsichtbaren: Die Unterkleidung
      2. 3Der Luxus, teure Dinge zu verdecken: Die untere Oberkleidung
      3. Hauptmedium textiler Repräsentation: Die obere Oberkleidung
      4. Nicht nur Schutz vor Kälte und Nässe: Die Überkleidung
      5. Die ,Krönung4 der Ausstattung: Kopfbedeckungen
      6. Schuhe als Ausgangspunkt der Luxusbegrenzung
      7. Ergebnis der Auswertung der regulierten Kleidungsstücke
    4. Schmuck und Accessoires: Das Zentrum des Luxus
      1. Befestigtes Dekor aufKleidungsstücken
      2. Schmuckstücke
      3. Ergebnis der Auswertung von Schmuck und Accessoires
    5. Teilergebnis: Detailanalyse kultureller Ordnungssysteme
  4. Hintergründe und Motivationen der Kleiderordnungen
    1. Gründe und Motivationen für den Erlass
      1. Wirtschaftliche Gründe
      2. Die ständische Abgrenzung als Hauptanliegen der Obrigkeiten?
      3. Religion und Sittlichkeit als Handlungsmaßstab
      4. Die Motivationen in den untersuchten Kleiderordnungen
    2. Soziale Distinktion als Kemelement der Kleiderordnungen?
      1. Materialien und Accessoires als Ausdruck von Distinktion
      2. Kleidungselemente und Distinktion
      3. Strafen als Mittel sozialer Distinktion
      4. Ergebnis zur sozialen Distinktion
    3. Moralisch-sittliche Ansprüche in den Kleiderordnungen
      1. Strafhöhen als moralischer Maßstab?
      2. Die Verschleierung der Frauen: „ausserhalb pfleglichs vnd gewonlichs gepenndes“
      3. Begrenzung der erotischen Ausstrahlung der Kleidung
      4. Ergebnis der moralisch-sittlichen Ansprüche
    4. Werte im Aushandlungsprozess: Modischer Wandel und rechtliche Kontinuität
      1. 4Kontinuitätsverständnis in den Kleiderordnungen
      2. Kontinuität und Wandel zwischen den Zeilen: Die Fassungen der Nürnberger Ordnung von 1447 und 1481
      3. Ergebnis der Analyse von Werten im Aushandlungsprozess
  5. Ergebnisse der Analyse: Kulturelle Ordnungssysteme und Wertvorstellungen 
  • Bibliographie 
  • Quellenverzeichnis 
  • Literaturverzeichnis
  • Abbildungsverzeichnis
  • Tabellenverzeichnis
  • Quelleneditionen
  • Kleiderordnung Landshut (1470)
  • Kleiderordnung Nürnberg (1447)
  • Kleiderordnung Nürnberg (1481)
  • Kleiderordnung Regensburg (1485)

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