Bayerische Herzöge, Kurfürsten und Könige - Goldner Johannes
 

Publikationen

Bayerische Herzöge, Kurfürsten und Könige

Autor Goldner Johannes
Verlag Pannonia Verlag
Reihe Pannonia
Seiten 48
Suchbegriff Herzöge, Kurfürsten, Könige
Buchart Broschüre
ISBN 3789700886
Erschienen1981

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Die ersten Spuren des Menschen, die wir in Bayern fanden, stammen aus der Kelheimer und Nördlinger Gegend. Diese Jäger und Sammler der Altsteinzeit kannten bereits das Feuer und einfache Steinwerkzeuge. Im 4. Jahrtausend, in der Jungsteinzeit, zogen Bauern aus dem Osten in unser Gebiet. Sie ließen sich im fruchtbaren Straubinger Gäubo-den nieder, brachten Getreide, den Pflug, den Wagen und Haustiere mit. Im 5. Jahrhundert v. Chr. schmolzen die Hügelgräberleute und die Urnenfeldermenschen zu einer neuen Einheit zusammen: die Vindeliker und Noriker zwischen Donau und Alpen, die Boier zwischen Donau und Main. Cäsar eroberte Gallien, und Augustus ging gegen die Alpenstämme vor. Das Land wurde in zwei Provinzen aufgeteilt: Rätien, von den Rheinquellen bis zum Inn; Nori-kum, vom unteren Inn bis zum Wienerwald. Im Osten schloß Pannonien an. - Erst das 4. Jahrhundert brachte den endgültigen Sieg des Christentums und den Niedergang des römischen Imperiums. Ganz unvermittelt tauchten um 550 die Bajuwaren zum erstenmal in der Geschichte auf: ein gutmütiges und sinnenfrohes Bauernvolk, eigensinnig und hartnäckig wie noch heute. Die Bajuwaren ließen sich zwischen den fortbestehenden keltisch-romanischen Siedlungen nieder. Die Landnahme vollzog sich ohne Krieg und Waffenlärm. Das römische Staatsgut wurde Herzogsgut; die römischen Grundherrschaften gingen in die Hände baju-warischer Edelinge über. Die Anfänge des bajuwarischen Herzogtums weisen auf das Machtspiel hin, dem gerade der Raum zwischen Alpen und Main ausgeliefert war. Hier stießen ostgotische und fränkische Interessen hart aufeinander. Es kristallisierte sich das Stammesherzogtum der Bayern unter den Agilolfingern heraus, das von Karl dem Großen aufgelöst wurde. Nach dem Zerfall des karolingischen Reiches übernahmen die Bayern die Führung über die ostfränkischen Stämme. Nach dem Zwischenspiel verschiedener Herrscher und dem Sturz Heinrichs des Löwen erhob Kaiser Friedrich I. Barbarossa 1180 die letzte bayerische Mark im Osten, die Steiermark, zum selbständigen Herzogtum und verlieh Bayern an den bayerischen Pfalzgrafen Otto von Wittelsbach. Die Herrschaft der Wittelsbacher, die l Kurfürsten und Könige wurden, endete nach 738 Jahren.

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in Zusammenarbeit mit Gerhard Willhalm (stadtgeschichte-muenchen.de)


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